Bestseller: »Brot & Salz« von Liesel Groth

Fiktive Erzählung über das Leben in der Altmark

Herausgegeben von Antje & Axel Groth | Berlin, Frühjahr 2010
Liesel Groth, »Brot & Salz«, Neuerscheinung in der Deutschen Literaturgesellschaft

Die fiktive Erzählung über das Leben in der Altmark an der Elbe, posthum veröffentlicht von den Kindern der Autorin, findet großen Anklang in der Region und darüber hinaus. Das Herausragende an dem 320 Seiten starken Werk ist, dass die Autorin darin Fiktion mit wahren Begebenheiten aus ihrer Heimatstadt Schönebeck miteinander verbindet.

Ausschnitt aus einem Zeitungsinterview mit Antje Groth:

»Als meine Mutti noch vor der Wende länger krank war, hatte sie die Zeit genutzt, um ihr geschichtliches Interesse zusammen mit eigenen Erfahrungen in einem Manuskript festzuhalten«, erzählt Antje Groth mit sichtlich viel Anerkennung. Nach der Genesung sei die handschriftlich verfasste Geschichte wieder in Vergessenheit geraten. »1998, zum 60 Geburtstag meiner Mutti, habe ich den Haufen Blätter wiedergefunden und ihn mir heimlich geschnappt«, berichtet die 44-jährige Schönebeckerin. In mehreren Nachtschichten habe sie dann die Geschichte auf dem Computer abgeschrieben. »In einen Lederband gebunden haben wir unserer Mutti dann ihr Buch geschenkt«, erinnert sich Antje Groth weiter. Da die gesamte Familie schnell begeistert von der Geschichte war, die hauptsächlich in Schönebeck und im zweiten Teil auch in der Altmark handelt, haben sich die Geschwister Antje und Axel Groth nun entschieden, ihrer geliebten Mutter ein außergewöhnliches Andenken zu bereiten. Seit wenigen Tagen kann sich jeder das Buch »Brot und Salz« kaufen. Und ein Blick in das handliche Taschenbuch lohnt sich.

»Muttis Geschichte zeigt, wie toll es an der Elbe ist«, sagt Antje Groth. Die Geschichte beginnt im Februar 1876, als ein schweres Elbe-Hochwasser die Stadt trifft. Die Familie Morgenstern muss ihr kleines Haus am Elbufer verlassen und wie viele andere auch vor den Wassermassen flüchten. Der Vater arbeitet als Sieder in der Saline, Mutter Luise versucht mit Feldarbeit ein paar Groschen hinzu zu verdienen. Der 10-jährige Peter, der sich schließlich zum sympathischen Hauptakteur entwickelt, hilft tatkräftig mit. ist aber am liebsten allein oder mit seinen Freunden an der Elbe unterwegs.

»Das erste Kapitel, auch wenn es traurig ist, gefällt mir am meisten«, verrät Antje Groth. Wenn man ihr beim Blättern in dem Taschenbuch zusieht und in ihre leuchtenden Augen schaut, wenn sie von ihrer Mutter, »die eine bescheidene Frau gewesen ist«, berichtet, muss ihr Gegenüber diese Leidenschaft und Freude über das Buch einfach teilen. Und der Schein trügt nicht. Die Geschichte von Peter, der mit einigen Lausbubentaten für herzliche Lacher sorgt, genauso wie die Einschübe zur Entstehung des Salzes, der Arbeit in der Saline, der Funktionsweise des Gradierwerkes und zu Traditionen wie das Knappschaftsfest lassen den Leser zwar nicht in eine andere Welt fliehen. Dafür lernt er Schönebeck von früher kennen und es mit den liebenden Augen der Autorin zu sehen.

Liesel Groth: »Brot & Salz«, Taschenbuch, ISBN 978-3-940490-79-7
Erhältlich in jeder Buchhandlung und auf Rechnung bei uns.


Die Herausgeberin

Ich habe fast geheult, als ich das Buch das erste Mal in den Händen gehalten habe.


Antje Groth
Herausgeberin